Feuerspucken

Erfahre hier alles über die gefährlichste Spielart mit dem Feuer.

Sebastian

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Feuerspucken

Das Feuerspucken ist eine der bekanntesten und eindrucksvollsten Spielarten von Feuerkünstlern auf Feuershows. Aufgrund der enormen Gefahren darf hier eigentlich nicht von Spielart gesprochen werden. Grundsätzlich spuckt der Künstler ein geeignetes Fluid in eine brennende Fackel.

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ACHTUNG: Der Umgang mit Feuer kann lebensgefährlich sein. Es besteht die Gefahr von schweren Verbrennungen bis hin zum Tod.
Bitte ließ den Artikel über die Sicherheit im Umgang mit Feuer.

Feuerkünstler Feuerspucken

Unwissende nutzen zum Spucken oft Spiritus oder Alkohol aufgrund des einfachen Zugangs. Diese Flüssigkeiten sind absolut ungeeignet! Aufgrund des geringen Flammpunktes und der schnellen Entzündbarkeit können die Flammen bis in den Mundraum oder den Hals zurückwandern und schwere Verbrennungen bis hin zum Tod verursachen!

Die normalen Fluids und gereinigten Flüssigkeiten für das Feuerspucken bergen jedoch auch viele Gefahren. Der folgende Absatz ist dem Wikipedia Artikel entnommen.

Gefahren

Quelle des Gefahren Absatzes: Wikipedia – Feuerspucken

Feuerspucken kann für den Aufführenden lebensbedrohlich sein. So kann das versehentliche Einatmen oder Verschlucken einer größeren Menge des Brandmittels zu akuter Atemnot führen. Auch kann eine Lungenentzündung die Folge sein. Weitere Gefahren sind Verbrennungen, z. B. durch entzündete Kleidung oder Haare, und Vergiftungen durch ungeeignete Brandmittel.

Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung durch Feuerspucken kann tödlich sein, Teile der Lunge zerstören und die Leistungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen. Lungenentzündungen durch Feuerspucken entstehen durch eingeatmeten Dampf oder durch ‚Verschlucken‘ (Aspiration) öl-artiger Flüssigkeiten. Diese so genannte Lipid-Pneumonie oder „chemische Entzündung“[2] wird ausgelöst durch die Zerstörung des Phospholipid-Films der Lungenbläschen und kann zu einem tödlichen Lungenödem oder einer schweren bakteriellen Lungenentzündung führen. Dieser Mechanismus ist unabhängig vom verwendeten Mittel oder dessen Reinheit und wird nur durch dessen physikalische Eigenschaften verursacht. Ernste Warnsignale für eine Lipid-Pneumonie sind anhaltende Hustenanfälle. In den deutschen Giftinformationszentren wurden in den Jahren 2000 und 2001 über 100 Fälle dieser Art registriert.

Im Showbereich gelten Pulver als gesundheitlich weniger riskante Alternative zu Petroleum oder anderen brennbaren Fluiden. Als Pulver kommen meist Sporen des Bärlapps (sog. Bärlappsporen) zur Anwendung. Auch hier wurden jedoch in Einzelfällen Lungenentzündungen nach dem Einatmen beschrieben.

Verbrennungen

Ein leichtes Drehen oder Auffachen des Windes kann dazu führen, dass der Künstler in seiner eigenen Flamme steht. Gerade bei Fluiden kann es zudem vorkommen, dass die Flamme zurückschlägt und sich Fluid direkt vor oder auf dem Gesicht entzündet, schlimmstenfalls sogar bis in den Racheninnenraum vordringt. Atmet der Feuerspucker in so einem Moment ein, sind schwere Lungenschäden die Folge.

Vergiftungen

Viele Anfänger unterschätzen diese Gefahrenquelle des Feuerspuckens, denn fast sämtliche Brandmittel sind für den Menschen giftig. Oft reicht schon der ungeschützte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten, um Vergiftungserscheinungen wie Ausschläge, Juckreiz oder Erbrechen herbeizuführen. Vor allem bei der Verwendung von Pyrofluid kann ungewolltes Verschlucken zu einer gesundheitsschädlichen, irreparablen oder gar tödlichen Vergiftung führen. Die Gefahr des ungewollten Verschluckens besteht, weil der Feuerspucker während der Show beständig gegen den körpereigenen Schluckreflex ankämpft, weswegen gerade das Feuerspucken im Liegen besonders gefährlich ist. Durch die Mundschleimhäute gelangen auch schon geringe Mengen des Brandmittels ins Blut, was Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Eine evtl. Gefährdung der Nasenschleimhäute durch das lange im Mundhalten der Brennflüssigkeit kann bei manchen Feuerspuckern zu Sinusitis führen.

Ungeeignete Brandmittel

Feuerkünstler Brandmittel Flamme

Alkohol, Wundbenzin oder flüssige Grillanzünder sind nicht geeignet zum Feuerspucken. Grund dafür ist deren niedriger Flammpunkt, das heißt, sie entzünden sich zu schnell und zu leicht. Gerade Wundbenzin und Alkohol sind sehr gefährlich. Beide lassen sich bereits bei Temperaturen zwischen 20 °C und 45 °C entzünden, um dann in einer schnellen, explosionsartigen Stichflamme zu verbrennen, die zudem dazu neigt, zurückzuschlagen – sich also entgegen der Sprühströmung bis zur Quelle zu entzünden – um dann Gesicht, Kleidung und Racheninnenraum zu verbrennen bzw. zu entzünden. In flüssigen Grillanzündern sind außerdem chemische Zusätze, damit sie schnell, geruchs-, farb- und rußlos verbrennen. Diese Zusätze sind giftig und können schon beim einmaligen Anwenden zu Vergiftungen führen.

Das Feuerspucken mit selbst hergestellten Mischungen aus Schwarzpulver und Mehl kann zwar schön aussehen, doch verbrennen diese sehr schnell bis explosionsartig (Mehlstaubexplosion). Auf derartige Mittel sollte daher grundsätzlich verzichtet werden. Technisch möglich ist auch, das Butangas eines handelsüblichen Feuerzeugs im Mundraum zu sammeln und gegen eine Flamme zu pusten; der Effekt ist eine kurze Verpuffung mit hoher Rückwanderungsgefahr der Flamme.

Alternativen

Viele Feuerkünstler verzichten mittlerweile auf das Feuerspucken aufgrund der enormen Gefahren. Viele Feuereffekte können auch mit den anderen Feuergeräten eindrucksvoll für den Zuschauer aussehen.

Zum Spucken können auch Bärlappsporen (Kaufen*) und Mehl genutzt werden. Beide Varianten haben den Nachteil, dass diese im Mund verklumpen aufgrund der Feuchtigkeit. Mit der Hilfe von Metallröhrchen den sogenannten Drachenzungen ist eine Zerstäubung außerhalb des Körpers möglich. Hier gibt es jedoch auch die Gefahren von Zurückschlagenden Flammen und die Einwirkung von Windböen. Einige Künstler reagieren auch allergisch auf die Sporen.

Lern­mit­tel und Videos

Weiterführende Informationen und Referenzen

Fotos: Pexels.com, Photo by Ryan Cryar on Unsplash, Photo by Sergi Viladesau on Unsplash