Flow Arts

Flow Arts sind die Bewegungskünste bei denen ein Artist einfache, brennende oder leuchtende Spielgeräte nutzt um mit fließenden Bewegungen einen harmonischen und künstlerischen Tanz zu schaffen.

Sebastian

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Flow Arts

Du kannst hier alles über den Begriff „Flow Arts“, das Spiel mit Poi, Stab, Fächer und Reifen, sowie vieles mehr lernen. Außerdem erhältst du Bauanleitungen für Flowtoys und Anweisungen für den sicheren Umgang mit Feuer. In dem Glossar sind die wichtigsten Begriffe übersetzt und kurz erklärt.

Die Flow Arts

Fächer Feuerfächer tanzen

Der Begriff Flow Arts ist nicht klar umrissen und lässt sich am ehesten mit „Bewegungskünste“ übersetzen. In der internationalen Szene umfassen die Flow Arts das Spiel, den Tanz und die Bewegung mit diversen Geräten. Dazu gehören Poi, Stäbe, Feuerfächer, Hula Hoop Reifen, Devil Sticks, Diabolos, Jongliergeräte und viele weitere. Erste Figuren lassen sich leicht erlernen und später wahlweise mit tänzerischen Elementen erweitern.  Wer sich ganz der Bewegung hingibt und einige Figuren gemeistert hat erreicht mitunter den Zustand des Flows. Bei diesem ist die gesamte Umwelt ausgeblendet und alle Gedanken fokussieren sich auf das reinen Erleben der Bewegungen.

Feuer und Flamme

Feuerpoi der Flow Arts

Beliebt bei geübten Künstlern ist auch das Spiel mit dem Feuer sowie Feuerspucken und Feuerschlucken. Ebenso eine schöne Beleuchtung in der Nacht liefern die diversen LED- und Leuchtstabvarianten der Spielgeräte.

Flow Arts umfasst die Kombination aus Sport, Spiel, Gymnastik, Tanz und Zirzensik zusammen mit einem von vielen Sportgeräten, den Flow Toys. Im englischen Sprachgebrauch wird auch der Begriff „skill toys“ genutzt, eine grobe Übersetzung dafür wäre Geschicklichkeitsspielzeug. Im deutschen Sprachgebrauch fallen die Geräte auch unter den Begriff Jongliergeräte. In wie weit die Flow Arts in der Jonglage enthalten sind ist umstritten. Einige Elemente überlagern sich mit der Jonglage, aber andere Bewegungsmuster finden sich eher in anderen Gebieten wieder. Oft werden die Flow Arts daher als eigenständige Disziplin der Bewegungskünste gesehen. Einige der Geräte haben ihren Ursprung in den Kampfkünsten beispielsweise das Schwert, der Rope Dart oder der Nunchaku. Andere Geräte sind eher aus dem Spiel mit dem Feuer entstanden oder dafür entwickelt worden wie beispielsweise die Poi. Bewegungsabläufe sind unter anderem im Tai Chi, Yoga oder im Tanz zu finden. Elemente von Flow Arts finden sich in vielen Sportarten wieder. Zudem eignen sie sich als Gehirntraining durch das Aktivieren beider Gehirnhälften.

Bewegungskunst

Artist Contact Staff

Eine wörtliche Übersetzung des Begriffs wäre Bewegungskunst.

Bewegungskultur ist ein Tätigkeitsfeld, in dem Menschen sich mit ihrer Natur und Umwelt auseinandersetzen und dabei bewusst ihre insbesondere körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, gestalten und darstellen, um einen für sie bedeutsamen individuellen oder auch gemeinsamen Gewinn und Genuß zu erleben. (Claus Tiedemann – Bewegungswissenschaftler)

Flow Arts Begriffsdefinition

Der Begriff Flow Arts ist nicht klar umrissen. In der Internationalen Szene umfasst Flow Arts das Spiel und die Bewegung mit diversen Geräten. Dazu gehören beispielsweise Poi, Stäbe, Fächer, Reifen, Devil Sticks, Diabolos aber auch Jongliergeräte und viele mehr. Erste Figuren lassen sich leicht erlernen und können später wahlweise mit tänzerischen Elementen erweitert werden. Wer sich ganz der Bewegung hingibt erreicht mitunter den Zustand des Flows. Bei diesem ist die gesamte Umwelt ausgeblendet und alle Gedanken fokussieren sich auf die reine Kombination von Bewegungen.

Der Zustand des Flows

Circus juggling Kontaktjonglage

Der Flow ist nach der Definition gängiger Experten wie beispielsweise Mihály Csíkszentmihályi und Siegbert A. Warwitz ein Zustand, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Person ein völliges Aufgehen in einer Tätigkeit erlebt ohne Unter- oder Überforderung zu empfinden. In diesem Zuge werden Zeit, Umgebung und sonstige Einflüsse (Stress, Angst, …) ausgeblendet. Der Flow Zustand lässt sich nicht erzwingen, sondern ergibt sich möglicherweise aus dem Ausblenden der zuvor genannten Umwelteinflüsse. Für Außenstehende wirkt dies so, als sei der Künstler in Trance und vollständig auf das Spiel fokussiert.

Diskussion: Definition

An dieser Stelle soll dazu aufgerufen werden, über die nachfolgenden Begriffsdefinition der Flow Arts zu diskutieren. Somit sind Kommentare unter dem Artikel gerne gesehen!

Flow Arts sind die Bewegungskünste bei denen ein Artist einfache, brennende oder leuchtende Spielgeräte nutzt um mit fließenden Bewegungen einen harmonischen und künstlerischen Fluss/Tanz (?) zu schaffen. (Sebastian von Flow-Arts.de)

Kognitionsentwicklung (Wikipedia)

Schon länger bekannt ist, dass eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit unmittelbar mit Intelligenz zusammenhängt. Bereits eine Studie der Forscher Reed und Jensen 1993 zeigte, dass die Intelligenz eine positive Korrelation mit der Reaktionszeit aufweist, d. h. Probanden mit guter Reaktionsfähigkeit hatten hohe Intelligenz.

Jonglage

Jonglage, und damit auch das Spinning, aktiviert durch das abwechselnde Arbeiten mit linker und rechter Hand und das Überkreuzen der Gesichtsmitte beide Gehirnhälften. Es werden neue Verknüpfungen gebildet, neue „Nervenstraßen“ gebaut, die bei regelmäßiger Beschäftigung mit Poi-Spielen ausgebaut werden können. Diese neuangelegten Nervenbahnen können hilfreich sein beim Erlernen anderer Inhalte oder Fertigkeiten, wie dem Spielen eines Instruments, lesen und schreiben oder im Beruf. Das Kindesalter ist die wichtigste Prägephase des Gehirns. Bittmann (2002) belegt jedoch erstmals, dass die Entwicklung des Gehirns durch körperliche Aktivität zeitlebens beeinflusst wird und damit auch dessen Funktionsweise. Und obwohl die neuronale Plastizität in der Kindheit am höchsten ausgeprägt ist, sind auch zirkuspädagogische Wirkungsweisen auf die motorische und kognitive Entwicklung belegt. Poi spielen fördert neben der Reaktionsfähigkeit darüber hinaus die Beidhändigkeit und die für eine kognitive Leistungssteigerung so wichtige Auge-Hand-Koordination. Das gilt allgemein auch für die einfache Form der Jonglage mit Bällen und wurde in einer Studie der Universitäten Regensburg und Jena nachgewiesen.

Praktische Erprobung

Doch auch auf einem anderen Feld finden sich interessante Ansätze. In seinem Buch „Zen in der Kunst des Jonglierens“ beschreibt Dave Finnigan, ein weltweit bekannter Jongleur, seine Erfahrungen während eines mehrmonatigen Jongliercamps in einem ehemaligen taiwanesischen Kloster. Ziel des Jonglierens ist es, ein Muster aufrechtzuerhalten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei im Loslassen: Statt mit den Augen den Bällen zu folgen schauen gute Jongleure dorthin, wo die Bälle beim Flug ihren höchsten Punkt erreichen oder, wie im Falle des Poi-Spiels, versuchen die durch die Fliehkraft merkliche Position des Poi in der Führhand zu erspüren. Mit der Zeit lernt der Spieler, die Bälle mit dieser Information blind zu führen und vertraut auf die Gesetze der Physik, die genau vorschreiben, welchen weiteren Weg der Ball nehmen wird.

Jonglieren kann so zu einer speziellen Form von Meditation werden: Man konzentriert seine gesamte Aufmerksamkeit auf ein mehr oder weniger einfaches, dafür aber vollkommen periodisches und meist sehr symmetrisches Muster, das man völlig kontrollieren kann. Zum Vorausplanen oder Zurückschauen bleibt keine Gelegenheit, wenn man an der Grenze seiner Fähigkeiten jongliert, muss man sich voll auf das Muster und dessen aktuellen Zustand konzentrieren. So ist es möglich, sich eine Zeit lang gedanklich völlig aus dem Alltag zu bewegen und innere Ruhe zu entwickeln.

Quelle des Absatzes: Wikipedia – Kognitionsentwicklung (Poi)

Weiterführende Informationen und Referenzen

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